Trampage.de: Informationen über Frankfurts öffentlichen Nahverkehr

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Vor 40 Jahren: Eröffnung des S-Bahntunnels zur Hauptwache

Die Frankfurter S-Bahn wird 40. Am Wochenende 27. und 28. Mai 1978 wurde mit einem Fest und einer Fahrzeugschau (auf der u.a. der Intercity-Triebwagen ET 403 ausgestellt war) der Innenstadttunnel vom Hauptbahnhof zur Hauptwache eröffnet. Gleichzeitig wurde der S-Bahnbetrieb mit 6 S-Bahnlinien (S1-S6) aufgenommen, die von der Hauptwache nach Wiesbaden, Niedernhausen, Bad Soden, Kronberg, Friedrichsdorf und Friedberg verkehrten. Der S-Bahntriebwagen ET 420, der schon seit 1975 im Raum Frankfurt eingesetzt wurde, gehörte nun bis zu seinem Einsatzende 2014 zum alltäglichen Bild in der Mainmetropole. Gleichzeitig mit der Eröffnung des S-Bahntunnels wurde auch die B-Strecke der U-Bahn vom damaligen Theaterplatz (heute Willy-Brandt-Platz) zum Hauptbahnhof verlängert. Zur Unterscheidung zwischen U-Bahn und S-Bahn erhielten die U-Bahnlinien neue Liniennummern (statt A1, A2, A3 und B1 hießen sie jetzt U1, U2, U3 und U5). Die Eröffnung der S-Bahn wurde aber auch dazu genutzt das Straßenbahnnetz, das nach damaligen Planungen vollständig durch U- und S-Bahn sowie Busse ersetzt werden sollte, auszudünnen. So wurde der Straßenbahnabzweig vom Industriehof zum Rödelheimer Bahnhof stillgelegt (mehr Stilllegungen in dieser Zeit auf der Webseite von Tramfan-ffm). Heute ist die S-Bahn nicht mehr aus dem Frankfurter Nahverkehrssystem wegzudenken (eine kurze Übersicht wie es weiterging findet sich hier). Allerdings müssen sich die S-Bahnen auf vielen Strecken die Gleise mit dem Güter- und Fernverkehr teilen, was sie anfällig für Verspätungen macht. Der Innenstadttunnel durch den fast alle Linien (bis auf S7) müssen, ist hier ein limitierender Faktor. Wenn es im Tunnel Störungen gibt, wirken sie sich auf das ganze Netz aus.

Film über die schienenfreie Innenstadt 1986 bis 1990

Mit der Eröffnung der neuen U-Bahnstrecke U6/U7 zwischen Praunheim/Hausen und dem Zoo im Jahr 1986 sollten alle Straßenstrecken in der Frankfurter Innenstadt stillgelegt werden. Zwei Schüler dokumentierten damals mit der Super-8-Kamera den Straßenbahnbetrieb am Opernplatz, der Schillerstraße und am Rathenauplatz. Drei Jahre später entstand daraus der Film "Schienenfrei? - Schiene frei!". Nachdem er auf einigen Jugendfilmfestivals gezeigt wurde und auf VHS-Kassette in der Stadtbücherei ausgeliehen werden konnte, wurde er im Jahr 2011 anläßlich der Eröffnung der Straßenbahnstrecke nach Preungesheim Ost öffentlich im naxos.Kino gezeigt.

Schienenfrei? - Schiene frei! - Die Straßenbahn in der Frankfurter Innenstadt from SK-Media on Vimeo.

Frankfurter Schnellbahnen als T-Shirtmotiv

Seit dem 2. November sind die S-Bahnen des Typs ET 420 in Frankfurt Geschichte. Auch die Zeit für die U-Bahnwagen des Typs U2, die derzeit noch auf der Linie U4 eingesetzte werden läuft bald ab. Beide Fahrzeugarten wurden in den 60er Jahren entwickelt und in mehreren Serien über mehrere Jahrzehnte gebaut. Sie haben das Bild des Frankfurter Schnellbahnverkehrs geprägt und sind Idenfikationsobjekt für viele Frankfurter Nahverkehrsfreude. Ein T-Shirtmotiv mit beiden Fahrzeugen in Ihrer Ursprungslackierung erinnert jetzt an den Beginn des Schnellbahnzeitalters. Es läßt sich auf verschiedene Textilien aufbringen - zur richtigen Darstellung des orangenen Fensterbandes der S-Bahn benötigt es aber eine orangefarbenen Untergrund. Wer natürlich lieber eine S-Bahn in Münchner Blau haben will, wie sie auch vereinzelt im Rhein-Main-Gebiet eingesetzt wurden, kann auch ein blaues T-Shirt wählen. Erhältlich ist das Motiv bei Spreadshirt.

Zitiert: Zustand der unterirdischen S-Bahnstationen 

Ein Bahnsprecher wies auf Anfrage dieser Zeitung die Vorwürfe zurück und verwies auf andauernde Arbeiten zur Optimierung des Brandschutzes in den genannten Bahnhöfen. Dort, wo die Decken "aufgerissen" seien, würden neue Decken eingezogen. Der Fortgang dieser Arbeiten sei "planmäßig".
Frankfurter Neue Presse vom 15.12.2011 in einem Artikel über die Kritik des Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Zustand der unterirdischen S-Bahnstationen in der Frankfurter Innenstadt, die sich seit 5 Jahren mit ganz oder teilweise entfernter Deckenverkleidung zeigen. 

„Wenn wir in Gesprächen mit Bahnvertretern auf dieses Thema kommen , dann sind die immer schnell weg“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne)[...]
Ein Bahnsprecher [...]: Neue Decken einzuziehen, sei eine sehr komplexe Arbeit. Das dauere, weil nur in den etwa vier Stunden der Betriebsruhe gearbeitet werden könne.
Frankfurter Rundschau vom 26.04.2012 "S-Bahnstationen im miserablen Zustand"

Komisch: Während neue Decken bei der Deutschen Bahn offenbar "eine sehr komplexe Arbeit" sind, für die man Jahre braucht, ließ die VGF die Decken der direkt gegenüber der S-Bahnsteige liegende U-Bahnsteige innerhalb weniger Wochen sanieren.
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Durchblicken statt Werbung auf Fensterflächen 

Der Blick aus dem Fenster beim Bus- und Bahnfahren dient der Ablenkung, Entspannung aber auch der Orientierung. Als Fahrgast kann man die durchfahrende Umgebung entdecken, ohne sich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen. Dieser Blick aus dem Fenster wird aber immer öfter durch Werbebeklebungen, die die Fensterflächen einbeziehen, eingeschränkt. Die dafür verwendete schwarze Lochrasterfolie schränkt die Sicht nach außen ein. Besonders Objekte in der Nähe, wie Haltestellenbeschriftungen, können nicht gut wahrgenommen werden. 

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